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vom 8. Februar 2012 in Hannover

Jugendberufshilfe Publikationen: Landesweite Tagung der niedersächsischen Jugendwerkstätten

Auf Einladung der NBank kamen am 8. Februar 2012 im Pavillon in Hannover rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Bereich der niedersächsischen Jugendwerkstätten und Jugendberufshilfe zusammen, um aktuelle Erkenntnisse und Erfahrungen auszutauschen.

Zukunftswerkstatt Jugendberufshilfe
Nach einem Grußwort von Heiner Pott, Staatssekretär im niedersächsischen Sozialministerium sowie von Dr. Sabine Johannsen, Mitglied des Vorstands der NBank, eröffnete Prof. Dr. Richard Huisinga (Universität Siegen/Fachbereich: Berufs- und Wirtschaftspädagogik) die inhaltliche Auseinandersetzung und den fachlichen Austausch. Im Rahmen seines Vortrags: „Zukunftswerkstatt Jugendberufshilfe – Von der Vergangenheit in die Zukunft“ wurden Thesen zu den sich vollzogenen und sich gegenwärtig vollziehenden Paradigmenwechsel beleuchtet. Von zentraler Bedeutung war in diesem Zusammenhang das damit veränderte professionelle Selbstverständnis in der Sozialen Arbeit. Spannend für alle Beteiligten war ein Ausblick auf den Bereich der zukünftigen Jugendberufshilfe unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und dem Fachkräftemangel.

Auf Grund der gegenwärtigen gesetzlichen Veränderungen im Bereich des SGB II (Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschance am Arbeitsmarkt) berichteten die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Zukünftige Jugendwerkstätten“ Rudolf Schulz von der Pro Beruf GmbH, Hannover und Ulrich Nehring vom Job Centers Salzgitter über den aktuellen Stand der Implementierung des neuen Förderinstrumentes nach § 45 SGB III i. V. m. § 16 SGB II. Im Rahmen des Berichtes stellte sich ebenfalls die neue Referatsleitung im niedersächsischen Sozialministerium Birgit Maaß vor und betonte, dass das Land Niedersachsen ein erhebliches Interesse an einer stabilen Lösung für die Umsetzung des neuen Förderinstrumentes für Jugendwerkstätten hat.

Fortbildungsangebote der NBank
Im Anschluss an die Mittagpause wies Helmut Metzger von der NBank auf gegenwärtige zuwendungsrechtliche Veränderungen hin. Die neuen Regelungen zu den  Zwischenverwendungsnachweisen der Projekte wurden erörtert und der Umgang mit Erlösen besprochen. In diesem Zusammenhang finden in diesem Jahr umfangreiche Fortbildungsangebote in der NBank statt.

Jugendwerkstätten sorgen für eine positive soziale und berufliche Entwicklung
Claudia Marholz und Matthias Nagel (Steria Mummert Consulting Hamburg) berichteten zu den ersten Ergebnissen der im Herbst 2011 durchgeführten Sonderuntersuchung. Hier wurde deutlich, wie gut die Jugendwerkstätten aus Sicht der 110 befragten jungen Menschen wirken. Demnach sorgen die Jugendwerkstätten für eine positive soziale und berufliche Entwicklung der jungen Menschen. Anschließend ermöglichte Geschäftsführerin Angela Denecke (Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit in Niedersachsen - LAG JAW) einen Ausblick auf die kommenden Fort- und Weiterbildungsangebote für die Fachkräfte in den Projekten.

Workshops
Am Nachtmittag hatten die Fachkräfte der Jugendwerkstätten die Möglichkeit, sich in drei Workshops zu thematischen Schwerpunkten auszutauschen und im Sinne von Best Practice andere Projekte kennenzulernen. Im ersten Workshop vertiefte Angela Denecke die Dimension von Qualitätsmanagement in Jugendwerkstätten.

Mit Blick auf die bevorstehenden gesellschaftlichen Veränderungen wurde im zweiten Workshop die Schnittstelle zwischen den Schulen und den Jugendwerkstätten näher beleuchtet. Hermann-Josef Theisgen von der LABORA gGmbH Jugendwerkstatt in Hildesheim berichtete über ein erfolgreiches Projekt mit Schülerinnen und Schüler aus dem SEK I-Bereich (Sekundarbereich I). Es wurden pädagogische Inhalte besprochen und Möglichkeiten für eine zukünftige Berücksichtigung dieser Ansätze erörtert.

Im dritten Workshop wurde der Bereich der Zusammenarbeit zwischen Jugendwerkstatt und den Betrieben intensiv diskutiert. Hier erläuterten die Fachkräfte aus den Jugendwerkstätten in Wolfsburg und Uslar ihre praktischen Arbeit.

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